Seniorenbegleitung mit Befähigung zur zusätzlichen Betreuung nach §53c
 

Pflegeeinrichtungen, Seniorenresidenzen und ambulante Pflegedienste können mit Zuschuss der Pflegekasse zusätzliche Seniorenbegleiter/Alltagsbegleiter für demenzkranke Bewohner einstellen, damit diese in enger Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal die Betreuungs- und Lebensqualität der Bewohner verbessern. Diese Betreuung wird durch das erste Pflegestärkungsgesetz zum 01.01.2015 noch verbessert und schließt nun alle pflegebedürftigen Personen ein, so dass ein großer Bedarf an weiteren Betreuungskräften besteht.

Betreuungskräfte sollen den Bewohnern für Gespräche über Alltägliches und ihre Sorgen zur Verfügung stehen, ihnen Sicherheit, Geborgenheit und Wohlbefinden vermitteln. Außerdem begleiten und unterstützen sie bei der Alltagsbewältigung sowie bei der Gestaltung von freier Zeit.

Dies können Begleitungen zum Arzt, Einkauf oder ein Spaziergang sein. Begleitungskräfte unterstützen Gruppenangebote, wie Brett-, Karten- und Gedächtnisspiele, Singen und Musizieren, kreatives Gestalten, Aktivitäten zur Erinnerungspflege sowie Bewegungs- und Gymnastikangebote.

Bei diesen Aktivierungs- und Beschäftigungsangeboten können Bewohner ihre verbliebenen Fertigkeiten einbringen, Lebensfreude erfahren und an einer sozialen Interaktion teilhaben.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen bereiten wir Sie auf diese vielfältige und verantwortungsvolle Aufgabe fachkundig und kompetent vor.

Aktuelle Informationen:

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Schreiben vom 28. Dezember 2016 die geänderte Betreuungskräfte-Richtlinie mit Auflagen genehmigt. Die alte Richtlinie §87b SGB XI ist mit Inkrafttreten des zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in einen neuen Paragraphen überführt worden. Aus § 87b Abs. 3 SGB XI wurde §53c SGB XI. Die neue Richtlinie ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

Die Betreuungskräfte-Richtlinie selbst hat sich nicht geändert, es wurden lediglich Konkretisierungen (s.u.) vorgenommen. An der Qualifikation zur Betreuungskraft und an den jährlichen Fortbildungen/Nachschulungen und ihren Anforderungen hat sich nichts geändert.

Sofern Betreuungskräfte auf der Grundlage früherer Fassungen der Betreuungskräfte-RL (§87b Abs. 3 SGB XI) qualifiziert sind, gelten die Qualifikationsanforderungen nach § 4 Abs. 3 als erfüllt, d.h. Betreuungskräfte bleiben Betreuungskräfte und müssen nicht nachqualifiziert werden. 

Die wichtigsten Informationen dazu haben wir Ihnen unten zusammengestellt.

 
Förderung: über Bildungsgutschein des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit und über die Rentenversicherungsträger möglich sowie mit dem Bildungsprämiengutschein
 
Abschluss: Detailliertes trägerinternes Zertifikat "Seniorenbegleiter/in" mit der Befähigung zur zusätzlichen Betreuung gemäß §53c SGB XI.
 
Beginn:28.08.2018 10.10.2018Ende:30.11.2018 (Teilzeit) 12.12.2018 (Vollzeit)
Dauer:3 Monate (Teilzeit) 2 Monate (Vollzeit) Unterrichtszeiten:8:30 bis 12:45 Uhr 8:30 bis 16:00 Uhr
 

Inhalt

In dieser Qualifizierung werden Sie von uns auf die typischen Aufgaben im Alltag eines Seniorenbegleiters vorbereitet. Der theoretische Unterricht wird mit Praxis in Form eines Praktikums ergänzt. Unser zertifiziertes Konzept basiert auf der vom GKV-Spitzenverband definierten Richtlinie zum §53c SGB XI.

Die Betreuung von psychisch kranken und dementen Personen ist eine komplexe Aufgabe. Neben einer positiven Haltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen und dem Wunsch zu unterstützen, bedarf es umfassender Fachkenntnisse sowie professioneller Fertigkeiten. So ist neben der Vermittlung der für Sie notwen­digen Fachkunde, das primäre Ziel dieser Qualifizierung die Schulung Ihrer Wahrnehmung und Bewusstheit für den Alltag von Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf, wie z.B. demenzkrankten Personen.


Es werden u.a. folgende Themen geschult:

  • Pflegelandschaft und die gesellschaftliche Situation älterer Menschen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Demenz und andere psychische Erkrankungen wie Depression, Delir, Angst
  • Grundkenntnisse alterstypischer somatischer Krankheitsbilder
  • Grundkenntnisse der Pflege mit Bezug zur Tätigkeit, Pflegeprozess u. -planung, Pflegedokumentation
  • Kommunikation und Gesprächsführung mit Erkrankten
  • Zusammenarbeit mit Kollegen und Angehörigen
  • Validation: Einführung und Vertiefung
  • Wahrnehmung und Wohlbefinden
  • Biografiearbeit
  • Beschäftigungs- und Aktivierungsangebote
  • Umgang mit Sterben und Tod
  • Ernährungslehre und Hauswirtschaft
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Selbstpflege und Gesundheitsmanagement
 

Ablauf

Der Kurs besteht aus drei Modulen:

  • Basiskurs mit 140 Unterrichtsstunden, es folgt ein
  • 90 Stunden umfassendes Praktikum und anschließend der
  • Aufbaukurs mit 100 Unterrichtsstunden.
 

Teilnahmevoraussetzungen
  • Interesse daran, Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zu betreuen
  • Zweiwöchiges Orientierungspraktikum (mind. 40 Stunden), alternativ Erfahrungen im betreuenden Dienst
  • Ausführliches Beratungsgespräch

 

 
Kosten: 1280,00 Euro
 

Ansprechpartner/-in:            Frau
Birte Klipp
Tel.
0511 64 66 33-80
Mail
birte.klipp@leb.de

LEB Bildungszentrum Hannover Plathnerstraße 3 A 30175 Hannover
Tel.
0511 646633-0
Fax
0511 646633-19